Review of Love & Mercy (2015) by Bitescreen — 21 Jun 2017
Love & Mercy ist nicht die Geschichte der Beach Boys, sondern die von Frontmann Brian Wilson – und somit keine über Sonne, Strand und Surfen, sondern eine von Angst, Krankheit und dem ewigen Kampf zwischen Kunst und Kommerz.
Regisseur Bill Pohlad nutzt die Entstehungsgeschichte vom Über-Album Pet Sounds als Sprungbrett ins Innere von Brian Wilson – einem empfindsamen wie genialen jungen Mann (fantastisch gespielt von Paul Dano), der lieber im Stillen komponiert, als im Rampenlicht zu stehen.
Schwer machen das ein tyrannischer Vater, verständnislose Bandkollegen und eine latente paranoide Schizophrenie. So ist Love & Mercy mehr knallhartes Drama als beschwingter Musikfilm, das durch regelmäßige Sprünge zum erwachsenen Wilson (John Cusack) in den Fängen eines manipulativen Hausarztes (widerlich: Paul Giamatti) zusätzliche Tiefe erhält.
Auch technisch überzeugt das bisher beste Kino-Porträt des Jahres durch einen authentisch-unprätentiösen Look, emotional ergänzt durch den einlullenden Sound der Beach Boys.
This review of Love & Mercy (2015) was written by Bitescreen on 21 Jun 2017.
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