Review of Howards End (1992) by Jochen W — 23 Jan 2011
Man kann ja zu den immer etwas unter biederem Hochkulturverdacht stehenden Filmen von James Ivory stehen, wie man will - aber in gewisser Hinsicht ist Ivory in seinen besten Momenten vielleicht der letzte Erbe des schwärmerischen Ausstattungskinos eines David Lean.
Nicht im Hinblick auf die Epik, bei Ivory geht es weniger um die groÃe Geste als um das betont Zurà 1/4ckgenommene, auf die Erstarrung Zulaufende. Aber im Hinblick darauf, wie das Panoramatische als Seelenlandschaft arrangiert wird.
HOWARDS END ist nicht das Meisterwerk des späten Ivory - das ist der wirklich majestätische THE REMAINS OF THE DAY -, wird aber gerade durch seine merkwà 1/4rdige Rhythmisierung vielleicht sogar noch interessanter.
Der spröde Grundton, der auch durch diese Sprunghaftigkeit entsteht, gibt dem Film einen Hauch von Sperrigkeit, die die Unzugänglichkeit der Protagonisten und das subkutane Schwelen der Konflikte reflektiert.
This review of Howards End (1992) was written by Jochen W on 23 Jan 2011.
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