Review of Get Carter (1971) by Martin S — 16 Dec 2015
Our Daily Free Stream: Michael Caine - Get Carter. Michael Caine wird vom Europäischen Filmpreis für sein Lebenswerk geehrt. Jeder Schauspieler hat eine prägende Rolle für sein Image und um die Figuren zu verstehen, die Caine durch die Jahre gespielt hat, lohnt der Blick zurück.
Get Carter zeigt ihn zum ersten Mal als Hauptdarstellers eines Action-Films. Ein grossartiger, ein atemberaubender Auftritt, der seine gesamte Karriere bestimmen sollte. Get Carter ist "hard-boiled" und Michael Caine ist abgrundtief böse.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass solch ein Charakter überhaupt noch Platz findet im modernen Kino! Carter alias Caine ist ein Londoner Gangster, der nach Newcastle kommt, um den Tod seines Bruders zu rächen.
Sein Gegner: Die Mafia von Newcastler und fortan ist Carters Immunität der Unterwelt aufgehoben. Carter wandelt sich zum Einzelgänger, der Gerechtigkeit sucht. Er gleicht den berühmten Privatdetektiven der schwarzen Serie und der Film schlägt eine ganz ähnliche Tonart an.
Genau wie die Anti-Helden der 40er operiert Carter am Bodensatz der Gesellschaft, in Working-Class Pubs und schäbigen Pensionen (die von traurigen Witwen geführt werden). Carters Charakter ist faszinierend: Zäh und skrupellos, dabei aber still und stets mit grausamer Ironie.
Ganz am Anfang, als Carter den Zug nach Newcastler nimmt, sehen wir ihn lesend: Raymond Chandler's 'Farewell My Lovely. Der Thriller hat ein sicheres Gespür dafür, sich mit den amerikanischen Vorbildern zu vergleichen und doch ist Mike Hodges Film durch und durch britisch.
Ich gehe noch einen Schritt weiter und meine, dass Get Carter der beste britische Gangsterfilm ist, der je gemacht wurde!
This review of Get Carter (1971) was written by Martin S on 16 Dec 2015.
Get Carter has generally received very positive reviews.
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