Review of The Newton Boys (1998) by Tony B — 01 Jul 2013
Richard Linklater hat so viele gute Filme gemacht, ich bin willig ihm viel zu verzeihen. Zum Beispiel dass er allzu oft Projekte übernommen hat, die augenscheinlich keine persönlichen sind, und in denen dann folglich auch nicht sein Herzblut steckt.
Herzblut ist für Linklaters Oeuvre aber essentiell. Nur so kommen seine genialen Dialoge zur Entfaltung und der Charme der Banalität des Alltags zum Tragen.
Wie auch immer, The Newton Boys vereint Linklater Regulars Ethan Hawke und Matthew McConaughey als Brüder neben Skeet Ulrich und Vincent D'Onofrio. Diese Brüder sind die Newton Boys, und sie rauben Banken aus.
Angesiedelt in einer Ära zwischen Western und den klassischen Gangstergeschichten der 30er Jahre ist nicht uninteressant, aber nach und nach verändert sich der Film dann doch zum recht generischen Gangsterdrama.
Die Newton Boys waren die erfolgreichsten Bankräuber in der Geschichte der USA, und keiner von ihnen stirbt, so viel sei verraten, somit stellen die Jungs eine Rarität in der organisierten Kriminalität der Vereinigten Staaten dar. Sie sind eine Gruppe Cowboys, die sich nicht mit Armut und Mühsal begnügen wollen und ein alternatives" Geschäftsmodell aufziehen.
Wer einen Linklater-Film erwartet wird enttäuscht sein, The Newton Boys ist Hollywooddurchschnittsware, wenn er auch in gewisser Hinsicht an seinen späteren Film Bernie erinnert. Einzig die Schauspieler und der geniale Soundtrack wissen vollends zu überzeugen.
Der Film ist, wie gesagt, kein Revolutionär des Genres, aber alles in allem ganz ok, überhaupt wenn Ethan Hawke denn Mund aufmacht so gar hie und da ganz lustig.
This review of The Newton Boys (1998) was written by Tony B on 01 Jul 2013.
The Newton Boys has generally received mixed reviews.
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