Review of The Boy (2016) by Bitescreen — 19 Jun 2017
Völlig stumm, regungslos und ein glasiger Blick: Der kalkweiße Brahms ist schon ein gruseliges Kerlchen. Aber kein Grund zur Sorge – schließlich ist Brahms eine Puppe. Die hübsche Nanny Greta staunt also nicht schlecht, als die abreisenden Eltern eine vollwertige Betreuung plus Gutenachtkuss fordern.
Erst verstört, spielt sie schließlich mit – denn die Bezahlung ist überirdisch und der Grocery Boy Malcolm einfach süß. Doch schnell knirscht, knarzt und kichert es im unheimlichen Herrenhaus, während Gretas Kleider spurlos verschwinden und es unheilvoll aus dem Telefon krächzt.
Flackert da etwa doch Leben hinter den Glasaugen? Seit dem Monster-Murks Wer hat Regisseur William Brent Bell dazugelernt – denn The Boy ist ein zu großen Teilen ziemlich spannender Subtilgrusel, der den aufflackernden Puppenhorror-Trend um Annabelle ins stilvoll inszenierte Haunted House verlegt.
Die etwas klischeehaften Schocks sitzen auch – und so wird The Boy trotz Logikfehlern und einem übertrieben-überraschenden Finale zum kleinen Grusel-Glücksgriff.
This review of The Boy (2016) was written by Bitescreen on 19 Jun 2017.
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