Review of Suspiria (1977) by Jochen W — 19 Aug 2009
Es war einmal, eine Tanzschule in Freiburg ... Dario Argento ist im Grunde ein Märchenerzähler, und SUSPIRIA ist derjenige unter seinen Filmen, in dem dies am Deutlichsten zutage tritt. Deshalb ist es vielleicht auch sein bester Film.
Die Geschichte von Suzy Banyon, die in die Fremde kommt und unter Hexen fällt, spricht von diesen Urängsten und von nichts weiter. Die Montage, die Erzählweise, die Ausleuchtung, das �berspitzte in Mimik und Dialog - all das gibt unmissverständlich zu erkennen, dass wir es in der Alptraumwelt der Freiburger Tanzakademie mit einer artifiziellen Welt zu tun haben, die nicht mit den Ma�stäben von Logik oder Plausibilität zu messen ist.
Glasscheiben zerbersten, wenn man sie berührt; drau�en vor dem Fenster lauern Augen im Dunkel; Blinde werden von ihren eigenen Hunden zerfleischt; Maden fallen vom Himmel; und das Böse ist nicht dort drau�en: es ist tief verborgen, irgendwo in den geheimen Gängen Deines eigenen Hauses.
Wenn Du die Schritte der bösen Mütter zählst, kannst Du es finden. Oder es findet Dich.
This review of Suspiria (1977) was written by Jochen W on 19 Aug 2009.
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