Review of Pretty in Pink (1986) by Scott R — 13 Jun 2013
Beginnen wir das mit einer lustigen Beobachtung: Man kann anhand der äußeren Erscheinung die coolen/reichen Kids nicht von den uncoolen/armen unterscheiden. Netterweise werden inszenatorisch die coolen als böse und die uncoolen als sympathisch dargestellt.
Auf der einen Seite haben wir also James Spader, einen echten Ungustl" in furchtbarer Kleidung und auf der anderen Seite Molly Ringwald und Jon Cryer in ebenfalls furchtbarer Kleidung aber mit sehr viel Herz.
Molly Ringwald ist zugegebenermaßen ziemlich heiß (oder schoaf" wie wir in Österreich sagen würden), dies war meine erste Begegnung mit ihr, und ich plane jetzt tatsächlich die restlichen Hughes-Klassiker der 80er auch noch anzusehen. Nur ob es so klug ist pink zu roten Haaren zu tragen lass ich mal offen stehen.
Ebenfalls eine interessante Beobachtung, ist der Widerspruch zwischen liebevollem Charakteraufbau und völlig verhunztem und gerushtem Mittelteil und Plot an sich. So verkommt die Lovestory" zum Hintergrundrauschen und man befasst sich lieber mit dem Schicksal von Jon Cryers Duckie. Der ist ohnehin der interessante Charakter im Film. Zu klischeehaft und fad ist der Rest (auch wenn Ringwalds Andie auch Frohsinn und Charisma versprüht).
Erstaunlich, und auch etwas abstoßend, die Oberflächlichkeit der Protagonisten, die sich anscheinend komplett über Geld, Status und Kleidung definieren. So schlimm ist die Jugend dann doch wieder nicht. Sie versucht sich jedoch so sehr ernst zu nehmen, dass es mir nur ein müdes Lächeln entlockt.
Naja, ein Teenie-Film im Endeffekt, meine Erwartungen waren wohl zu hoch. Pretty in Pink ist ein durchaus sehenswerter, liebenswerter und unterhaltsamer Film, allerdings wohl einer der schwächeren Filme aus der Feder John Hughes'.
This review of Pretty in Pink (1986) was written by Scott R on 13 Jun 2013.
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