Review of Midnight Run (1988) by Rainer K — 07 Apr 2013
Robert DeNiro ist ein erfolgreicher, und zu Recht gepriesener Schauspieler. Einer der größten seiner Generation und vielleicht aller Zeiten. Seine Rollen als Travis Bickle oder Jake La Motta sind unvergessen.
Da ist es nur legitim, dass er hie und da eine Rolle annimmt um Geld zu verdienen. Midnight Run" ist eine solche Altersvorsorge.
Heute, eigentlich seit Mitte der 90er Jahre, ist DeNiro (wie auch Al Pacino) dafür bekannt geworden einen Haufen fragwürdiger Rollen in mittelmäßigen Filmen zu spielen. Damals, war dies jedoch noch eine Ausnahme. Wobei Midnight Run" prinzipiell kein schlechter Film ist.
Solides 80er Jahre Unterhaltungskino mit wenig bis gar keinem künstlerischen Anspruch.
Auf der Welle der Buddy-Movies, die sich in diesem Jahrzehnt als eigenes Subgenre etabliert haben thematisiert Midnight Run" nicht ein Duo von verschiedenartigen Polizisten, sondern begleitet den Kautionskopfgeldjäger Jack Walsh (Robert DeNiro) auf seiner Suche nach einem Buchhalter (Charles Grodin), den er wohlbehalten von New York nach Los Angeles bringen soll, obgleich ihm Mob und FBI auf den Fersen sind.
Mit einigem an Witz und Esprit und einer Prise Action präsentiert sich Midnight Run" als typischer 80er Jahre Kommerzkino, bevor Blockbuster mit CGI überladene Monstrositäten wurden. Die Dynamik zwischen Grodin und DeNiro ist großartig. Dies war Grodins Karrierehighlight, ein Film, in dem er den großen Robert DeNiro an die Wand spielt.
Mehr bleibt eigentlich nicht mehr zu sagen. Der Film fließt so vor sich hin, durchaus unterhaltend und versucht sich Szene über Szene selbst zu übertreffen. Echte Spannung kommt selten auf, für Lacher sorgt der Film hingegen regelmäßig. Durchschnittlich durch und durch.
This review of Midnight Run (1988) was written by Rainer K on 07 Apr 2013.
Midnight Run has generally received very positive reviews.
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