Review of Lost River (2015) by Bitescreen — 21 Jun 2017
Die nächste Stufe auf der Karriereleiter des aufstrebenden Schauspielers scheint der Platz auf dem Regiestuhl – so auch bei Ryan Gosling, der für den Mystery-Thriller Lost River erstmals hinter der Kamera agiert.
Im verarmten Lost River – authentisch verkörpert durch den trostlosen Part Echtwelt-Detroits – kämpfen die letzten Menschen um ihre Existenz: Wegen einer drohenden Hauspfändung schröpft der junge Bones unter Lebensgefahr Kupfer aus verlassenen Fabriken, während seine hübsche Mutter Billy an einen exklusiven Fetischclub mit blutig-morbider Varieté-Show gerät.
Laut Nachbarin Ratte liegt die Rettung Aller im Brechen eines Fluchs – wozu Bones tief in die Ruinen einer einst gefluteten Stadt taucht. Kulisse und Kernplot sind die fantastische Steilvorlage für ein finsteres Kleinstadtmärchen – das Gosling leider ultraflach und ziemlich langweilig erzählt – da helfen auch die schicken, eindeutig Lynch-und-Refn-inspirierten Bilder und der abwechslungsreiche Elektro-Score nicht.
This review of Lost River (2015) was written by Bitescreen on 21 Jun 2017.
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