Review of Honey (2010) by Jochen W — 16 Nov 2010
Mit groÃer Verspätung nun doch noch gesehen: BAL ist zwar kein zwingender, aber durchaus (nach vielen, vielen Jahren endlich einmal wieder) ein wà 1/4rdiger Siegerfilm fà 1/4r die Berlinale. Eher klassisch beginnend, später immer abstrakter arrangiert Semih Kaplanoglu auf kluge Weise eine kindliche Perspektive auf die Traumatisierung durch den Tod des Vaters.
In Wiederholungsschleifen spielt er, achronologisch wie alogisch, dieses Trauma immer wieder aufs Neue durch, in einer Folge von Halluzinationen, Träumen, Erinnerungen, die sich nicht letztgà 1/4ltig zu einer linearen Folge von Ereignissen anordnen lassen.
Diese Strukturierung, sehr sicher und unbeirrt durchgehalten, wirft den Zuschauer sehr effektvoll in die kindliche Perspektive hinein, indem sie solchermaÃen die logischen Verbindungen zwischen dem konkreten Geschehen, der AuÃenwelt, und den diversen, einander spiegelnden Wahrnehmungsbildern kappt - sodass er letztlich als Geworfener durch eine kaum verstehbare, feindselig anmutende Welt irrt.
This review of Honey (2010) was written by Jochen W on 16 Nov 2010.
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