Review of Halloween (2018) by Bitescreen — 14 Nov 2018
Genau wie H20 ignoriert der neue Halloween alle Sequels des Kult-Slashers von John Carpenter und setzt stattdessen direkt danach an: 40 Jahre später bricht Messerstecher Michal Myers aus der Psychiatrie aus und attackiert ein weiteres Mal Laurie Strode, ihren engsten Familienkreis und eigentlich die ganze Nachbarschaft Haddonfields.
David Gordon Green inszeniert seine Rückkehr als furztrockenen Amoklauf mit lahmem Einstieg und deutlich mehr stilistischen Anleihen ans ruppige Rob-Zombie-Remake als an den subtilen Erstling. So richtig spannend ist das deswegen nie – und interessant schon gar nicht.
Halloween hat trotz Lauries Alkoholismus, ihrer Paranoia und dem zerrütteten Verhältnis zu ihrer Tochter ein erschreckend dünnes Script voller Logiklöcher: Wie Michael konkret den Knastexpress kapert, bleibt genauso unbeantwortet wie die Frage, warum es gleich mehrere Morde braucht, bis die unsäglich doofe Polizei endlich mal anrückt.
Zudem sind die meisten Figuren unsympathisch und inkompetent, selbst Laurie ist keine starke Frau, sondern eine durchgeknallte Alte, die Kinder mit der Waffe bedroht und tollpatscht, wenn es drauf ankommt.
So will Halloween ironischerweise jede schlechte Fortsetzung vergessen machen – ist diesbezüglich aber selbst ganz weit vorne.
This review of Halloween (2018) was written by Bitescreen on 14 Nov 2018.
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