Review of Green Room (2016) by Bitescreen — 20 Jun 2017
Jeremy Saulnier hat ein Händchen fürs Unangenehme: Schon sein furztrockenes Rachedrama Blue Ruin war ein garantierter Stimmungskiller. Green Room schlägt in die gleiche Kerbe – und kippt noch literweise Blut und Fleisch darüber.
Die linke Punkband Ain’t Rights wählt für den nächsten Gig genau den falschen Ort – eine Hillbilly-Nazikneipe voller gewaltgeiler Pappköpfe. Als sie dann noch einen Mord beobachten, mutiert die ohnehin miese Lage zu einem brutalen Kampf auf Leben und Tod.
Anfangs klaustrophobisch spannend, wird Green Room mit jedem Kill stumpfer – und ähnlich kopflos handeln seine Darsteller. Nur Oberglatze Patrick Stewart bringt mit eiskaltem Kalkül etwas Tiefgang in einen ansonsten eher handlungsarmen Survival-Thriller.
This review of Green Room (2016) was written by Bitescreen on 20 Jun 2017.
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