Review of Frank (2014) by Rewswiss — 14 Nov 2016
Kürzlich habe ich mir endlich Frank angeschaut. Wobei es zumindest schwer fällt, Frank, dem namensgebenden Hauptprotagonisten, ins Gesicht zu schauen. Denn er trägt zu jeder Zeit diesen übergroßen künstlichen Kopf auf seinem Haupt und wie er immer wieder selbst betont, hat er ein Attest.
Was sich zuerst skurril anhört, wird hier sehr humorvoll in einer Musik-/Tragikomödie verpackt, die eine bittersüße Ode an die Liebe zur Musik darstellt. Es ist einer dieser Filme, der den Zuschauer in ein warmes Tuch hüllt, um dann unverhofft von außen den ein oder anderen Nadelstich zu setzen.
Ein weiterer Clou dieses kleinen, irischen Independent-Films ist, dass Frank von Michael Fassbender gespielt wird. Es ist schon irre, dass einer der derzeit berühmtesten Schauspieler der Welt fast einen ganzen Film lang nie sein Millionen-Dollar-Gesicht zeigt.
Der Film ist ein Balanceakt zwischen künstlerischer Integrität und dem Mainstream, so wie Birdman es war. Komischer, melancholischer, nachdenklicher und klüger lässt sich Kulturkritik im digitalen Zeitalter kaum zelebrieren.
Ein Muss für Freunde des besonderen Kinos.
This review of Frank (2014) was written by Rewswiss on 14 Nov 2016.
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