Review of Frank (2014) by Bitescreen — 21 Jun 2017
Kein Geld, keine Kontakte und die einzigen eigenen Songs gibt es schon: Schüchterling Jon gelingt der Einstieg ins Musik-Business einfach nicht. Da trifft er am Strand die unaussprechliche Combo Soronprfbs, deren durchgeglühter Keyboarder sich gerade ins Meer stürzt.
Ersatz muss her – und Jon bekommt seine Chance. Beim katastrophal kurzen Erst-Gig lernt er Lead-Sänger Frank kennen (Michael Fassbender) – der Tag und Nacht ein cartooneskes Papphaupt auf den exzentrischen Schultern trägt.
Im nächsten Moment tüfteln Soronprfbs in einer Waldhütte ein sperriges Elektro-Noise-Album irgendwo zwischen Doors, gestörtem Kinderlied und Sonic Youth zusammen. Doch psychisch kranke Bandkollegen sowie Franks Perfektionismus sind Stolpersteine auf dem Weg zum Erfolg.
Größtenteils skurrile Komödie mit messerscharfen Dialogen und melancholischem Einschlag, mausert sich Frank später zum handfesten Drama. Immens die Laune hebt jedoch Fassbender – der unter seiner Maske aufblüht und eine hochinteressante Filmfigur mit charakterlichem Interpretationsspielraum schafft.
This review of Frank (2014) was written by Bitescreen on 21 Jun 2017.
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