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Review of by Art S — 04 Aug 2013

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Diese letzte Zusammenarbeit zwischen Regisseur Werner Herzog und Schauspieldiva Klaus Kinski war ein kompletter Misserfolg. Für eine Dekade sollte sich Herzog in den Bereich der Dokumentarfilme zurückziehen und Kinski verstarb bereits vier Jahre später.

So schwer das zu glauben ist, Cobra Verde soll auch der Höhepunkt der Spannungen zwischen Herzog und Kinski gewesen sein. Wer die Geschichten über den Dreh von Aguirre oder Fitzcarraldo kennt, sollte dies nicht für möglich halten, aber Gerüchten zu Folge war dieser Dreh der Höhepunkt - eine absolute Katastrophe also.

In gewisser Weise zeigt sich das auch im fertigen Film. Kinski wirkt für seine Verhältnisse oft gelangweilt, nicht ganz bei der Sache oder uneinig mit der Idee des Charakters den er verkörpern soll.

Die Rolle des Cobra Verde ist natürlich keine einfache, aber dass Kinski zu großem fähig ist, wenn er motiviert ist, das weiß man. Und doch, zeigt sich häufig das Genie dieser fruchtvollen Zusammenarbeit. Wenn Kinski wutentbrannt herumschreit und wild gestikuliert oder wenn er in einem wunderschönen Endbild versucht ein Boot ins Meer zu ziehen und kläglich scheitert.

Herzog ist ein Regisseur des Scheiterns und Kinski ist ein Erfüller von Träumen und Dschinn, der jeden Wunsch erfüllt. In jeder ihrer Arbeiten spielt Kinski einen kleinen Mann, der großes will und das auch irgendwie schafft, glücklich wird er dabei am Ende jedoch nie (oder zumindest nicht so wie man das erwarten würde. Daraus ergibt sich eine Spannung die allen diesen Filmen eigen ist und sich auch in Cobra Verde findet.

Und doch ist der Film etwas niedriger zu werten als andere ihrer Erzeugnisse. Zu oft tritt Herzogs Stil in den Hintergrund und der Film artet zur Kinski-Show aus. Zu oft verliert sich die dokumentarische Qualität des Filmbilds und wird zur Kinski-Show.

Die eigentliche Qualität eines Herzog-Films liegt nämlich in seinem Auge für das natürliche Sein. Herzog will Filme über Dinge machen, die ihn faszinieren - über Gestalten wie Don Lope de Aguirre oder Francisco Manoel da Silva - und wenn die schon seit Jahrhunderten tot sind, muss man sie eben von Schauspielern verkörpern lassen.

Wenn jedoch ihr Leiden und ihr Wahn in den Hintergrund treten und der Schauspieler (in diesem Fall Kinski) in den Mittelpunkt tritt, dann muss man sagen, dass Herzog sein Ziel verfehlt hat.

Nichtsdestotrotz, ist Cobra Verde ein Film, den es sich lohnt anzusehen, wenn nicht für Herzog, dann wenigstens für Kinski.

This review of Cobra Verde (1987) was written by on 04 Aug 2013.

Cobra Verde has generally received positive reviews.

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