Review of Blackhat (2015) by Bitescreen — 21 Jun 2017
Lange war Michael Mann der Inbegriff stilvollen Actionkinos: Filme wie Heat erzeugten mit fast dokumentarischen Stadtbildern und perfekt getimter Action eine hypnotische Wirkung. Auch der Thriller Blackhat beginnt vielversprechend: Den Hacker-Angriff auf ein Atomkraftwerk inszeniert Mann als berauschende Kamerafahrt über Lüfter, Platinen und glühende Kühlstäbe – so nah war man der digitalen Bedrohung noch nie.
Doch als Hauptdarsteller Chris Hemsworth das erste Mal seinen Mund öffnet und ein peinlicher Hollywood-Oneliner herausplumpst, dämmert es: Blackhat spielt in einer ganz anderen Liga. Der klischeehafte Plot um einen ex-kriminellen Hacker, der dem Zu-dumm-für-seinen-Job-FBI aus der Cyber-Terrorismus-Patsche hilft, garantiert 133 Minuten Langeweile.
Mit Fußfessel und hübscher Begleitung reist man durch halb Asien und tut nichts als auf Tastaturen zu hämmern. Selbst die wenigen Schießereien – eigentlich Manns Steckenpferd – sind peinlich, unlogisch und nicht einmal packend.
Nach Nolan und Scott driftet mit Michael Mann scheinbar ein weiterer Visionär in die Belanglosigkeit ab.
This review of Blackhat (2015) was written by Bitescreen on 21 Jun 2017.
Blackhat has generally received mixed reviews.
Was this review helpful?
