Review of Assassin's Creed (2016) by Bitescreen — 20 Jun 2017
Dass es für einen schlechten Videospielfilm keinen Uwe Boll braucht, beweisen Branchenriese Ubisoft und Regisseur Justin Kurzel mit Assassin’s Creed. Die Adaption des Dauerbrenners geht zwar mit nett choreographierten Kämpfen, schicken Bildern und ordentlich Michael-Bay-Bombast technisch klar, ignoriert aber alle anderen Pluspunkte des Spiels: Parcour fehlt fast völlig, ebenso die von Fans geliebten Anspielungen: Nur in einen Leap-of-Faith-Kopfsprung darf sich der sichtlich unmotivierte Michael Fassbender stürzen.
Der absolute Sargnagel aber ist die langweilige Story: Die spielt zu überraschend großen Teilen in der unspektakulären Gegenwart – wo Frisch-Assassine Fassbender von VR-und Pharma-Mogul Abstergo Industries via Animus in die viel zu seltenen Historien-Flashbacks geschickt wird.
Die actionreichen Zeitreisen sind derweil der unterhaltsamste Part des Films – aus vermutlich finanziellen Gründen jedoch stets in dichten Sandsturmrauch gehüllt. Geholfen hat das nicht.
This review of Assassin's Creed (2016) was written by Bitescreen on 20 Jun 2017.
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