Review of Alice in the Cities (1974) by Jochen W — 29 Aug 2010
Natürlich kann ein Wendersmann nur auf asexuelle Weise Vater werden. Mir wird allmählich wirklich unheimlich, welches ungeheure Unbehagen Wenders in jeder einzelnen Begegnung zwischen Männern und Frauen inszeniert.
Als Horrorfilme gelesen - als Porträts einer asexuellen, neurotischen, verquasten Generation - gewissen sie sogar einen gewissen Erkenntnisgewinn. Das macht sie natürlich noch nicht zu guten Filmen: Auch ALICE IN DEN ST�DTEN, gemeinhin ja auch von seinen Gegnern als sein bester Film gehandelt, ist prätentiös, platt und selbstgefällig.
Wenders' Filme sprechen unaufhörlich über die "Bilder und Zeichen", die uns umgeben, haben dazu aber schlichtweg nichts zu sagen. Aber solcherma�en gegen den Strich gelesen entfaltet ALICE durchaus eine gewisse Faszinationskraft.
Auch wenn ich danach am liebsten geduscht hätte, um seine kunstgewerbliche Schmiere wieder vom Körper zu waschen.
This review of Alice in the Cities (1974) was written by Jochen W on 29 Aug 2010.
Alice in the Cities has generally received very positive reviews.
Was this review helpful?
