Review of Upstream Color (2013) by Hugo G — 30 Apr 2013
Genre: Mindfuck!
Shane Carruth ist gewiss einer der brillantesten Köpfe des jungen amerikanischen Independent-Kinos. Ohne noch seinen Debütfilm Primer" gesehen zu haben, traue ich mich diese These aufzustellen.
Upstream Color" ist irgendwo zwischen Malick und low-budget Sci-fi einzuordnen, und als ob diese Mischung noch nicht seltsam genug wäre, verzichtet Carruth noch dazu auf konventionelles Storytelling (ja, noch mehr als Malick).
Die Bilder die dabei entstehen sind jedoch absolut großartig. Überhaupt in Verbindung mit der brillanten Soundatmosphäre (für die im Übrigen auch Universalgenie Carruth verantwortlich zeichnet) sind sie sowohl höchst meditativ als auch einigermaßen zweckerfüllend.
Der Film an sich ist eine mehr oder weniger lose Aneinanderreihung von Bilderfolgen, die teils bestürzend, beängstigend und verstörend das Leben einer Frau zeigen, die auf höchst kuriose Weise ge-brainwashed wird (dabei kommen u.a. Bandwürmer und Ferkel zum Einsatz, mag seltsam klingen, ist es auch, jedoch weniger gory als man sich das vielleicht vorstellen mag) und danach mit Hilfe einer neuen Liebe dem Übeltäter auf die Spur kommt.
Der Plot ist jedoch relativ nebensächlich, Upstream Color" baut auf Atmosphäre und Ideen und behandelt den Zuseher als selbstbewusstes, nachdenkendes Individuum. Die Bilder wirken häufig recht frei assoziiert, und wer mit solch Erzähltechniken nicht umgehen kann, dem sei von diesem Film abzuraten, wer intellektuell herausgefordert werden möchte, dem sei Carruths Film jedoch ans Herz gelegt.
Ich selbst glaube auf jeden Fall nicht, dass ich den tieferen Sinn verstanden habe (Stolz muss ich jedoch feststellen dass ich der Handlung" folgen konnte), wenn es einen gibt - vorausgesetzt.
This review of Upstream Color (2013) was written by Hugo G on 30 Apr 2013.
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