Review of The Raid 2 (2014) by Bitescreen — 21 Jun 2017
The Raid schlug im Martial-Arts-Genre ein wie eine Bombe: Brutale Kloppereien und Schusswechsel, ein rasanter Schnitt und ein klaustrophobisches Apartment-Setting machten die indonesisch-amerikanische Produktion zu einer atemlosen Erfahrung.
Trotzdem will Regisseur Gareth Evans in The Raid 2 noch mehr. Dafür addiert der Brite Spielzeit, Schauplätze, Kämpfer – und literweise Blut. Auch der Plot geht tiefer – was dem Film deutlich an Tempo nimmt.
Die karge Geschichte um zwei Gangsterbanden im Clinch ist nämlich moderat spannend und schießt mit seinen extrem auf Style getrimmten Figuren übers Ziel hinaus: Der hinkende Bösewicht mit Stock und Scheitel und die mit Zimmermannshämmern kämpfende Brillenschlange wollen auf Teufel komm raus böse sein, erreichen damit aber eher das Gegenteil.
All das vergisst man jedoch sofort, wenn die Action wieder einsetzt: Die Kämpfe toben auf oft interessanten Bühnen wie einem schlammigen Gefängnishof und sind ein weiteres Mal hervorragend choreographiert, wahnsinnig schnell und ultrabrutal.
Eine beeindruckende Fortsetzung – die jedoch auch ohne 50 Zusatzminuten auskäme.
This review of The Raid 2 (2014) was written by Bitescreen on 21 Jun 2017.
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