Review of The Monster (2016) by Bitescreen — 20 Jun 2017
Zerbrechliche Figuren erleichtern die Identifikation – vor allem im Horrorfilm. Denn wer mitfühlt, leidet auch mit – und schreit im Idealfall vor Angst. Bryan Bertino greift für The Monster auf denselben Trick zurück – und verpasst seinem subtilen Creature-Feature eine stark angeknackste Hauptdarstellerin: In tiefster Nacht düst eine alkoholkranke und überforderte Mutter durch den verregneten Forst – um die Tochter feige bei Papa abzuladen.
Die Strafe folgt prompt: Erst zwingt ein angefahrener Wolf den Wagen in die Knie, dann attackiert ihn ein schleimiges Monster. Es folgt eine Mischung aus Alien und Cujo: Im Auto und auf offener Straße beginnt ein dicht inszeniertes Duell, wobei Bertino erfreulicherweise in beiden Räumen für klaustrophobische Spannung sorgt.
Leider verliert das Karren-Kammerspiel an Schrecken, sobald das Monster seine fiese Fratze zeigt, während Flashbacks in die schnapsgetränkte Vergangenheit im actionreichen Finale etwas deplatziert wirken.
This review of The Monster (2016) was written by Bitescreen on 20 Jun 2017.
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