Review of It Follows (2015) by Bitescreen — 22 Jun 2017
Spätestens seit Wes Cravens Scream weiß jeder: Im Horrorfilm ist nichts gefährlicher als Sex. Das erfährt auch die hübsche Jay in David Robert Mitchells It follows am eigenen Leibe. Nach einem Date mit abschließendem Geschlechtsverkehr verfolgen sie stumme Unbekannte in Küche, Wald und Wohnzimmer, bei Kontakt winkt ein furchtbarer Abgang.
Warum, weiß weder sie noch der Zuschauer. Und so erlernt er wie Jay mit holprigen Schritten das bösartige Regelwerk hinter den Attacken der nackten, glotzenden, manchmal inkontinenten Besucher. Denn der Fluch hat System – ganz wie in The Ring – und es gibt kein Entkommen.
Das ist unangenehm, in seinen spannendsten Momenten sogar purer Terror. Der Plot entwickelt sich zwar kaum, der Film endet fast, wie er begann – das stört aber nicht. Denn mithilfe von Mitchells interpretationsoffener Erzählweise und des pluckernden Synthie-Scores von Disasterpeace wagt It follows die Experimente eines Indiefilms – ist dabei aber unterhaltsam wie ein Blockbuster.
This review of It Follows (2015) was written by Bitescreen on 22 Jun 2017.
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