Review of The Pied Piper (1972) by Jenna I — 24 Apr 2011
Nach PEAU D'ANE ein weiterer Märchenfilm von Jacques Demy, der stilistisch nach den Exzessen der Perrault-Adaption schon beinahe naturalistisch daherkommt. Demy ist hier offensichtlich vor allem an einem dà 1/4ster-schmutzigen Portrait einer von der Gier des eines sich ankà 1/4ndigen Kapitalismus und der Grausamkeit des Klerus und der Inquisition gezeichneten mittelalterlichen Gesellschaft interessiert, und setzt den Hippie-Barden Donovan vermutlich sehr bewusst als Fremdkörper in diese finstere Welt hinein.
Ob das Versprechen des Blumenkindertums nun als ein utopischer Lichtblick funktionieren soll, oder doch - wie das vom Papagei nachgekrächzte Liebeslied von Catherine Deneuve in PEAU D'ANE - als naive Träumerei demaskiert wird, das bleibt jedenfalls am Ende relativ offen.
This review of The Pied Piper (1972) was written by Jenna I on 24 Apr 2011.
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