Review of Shirin (2009) by Alfin N — 05 Dec 2009
90 Minuten, 115 Gesichter: SHIRIN mutet an wie Kiarostamis böse Parodie auf all die einstigen Regiemekritiker vorwiegend des asiatischen Kinos, die mit gro�en, aufwendigen Nationalepen zu staatstragenden Filmemachern avancierten.
Auch SHIRIN erzählt einen Urmythos der persischen Kultur - allerdings ganz ohne gro�e Bilder und Pomp. Statt den gro�en, pathetischen Film zu sehen, bekommen wir Bilder von Frauen, die sich ebendiesen (nie gedrehten) Film anschauen.
90 Minuten lang. Nichts anderes. Aus seiner radikalen Verweigerungshaltung heraus wird er dabei zur durchaus ambivalenten Reflexion auf das Kino, seine Illusionismen und seinen seduktiven Charakter.
This review of Shirin (2009) was written by Alfin N on 05 Dec 2009.
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